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Virtual Reality - schöne neue Welt

Sonntag, 4. September 2016

Virtual Reality ist Realität geworden: Immer bessere VR-Brillen erobern den Markt mit immer realistischeren Bildern. Ein Rundumblick.

Der Traum vieler Computernerds und Fans von Videospielen ist in Erf
üllung gegangen: Das totale Abtauchen in fremde, digitale Welten ist zur erschwinglichen Realität geworden. Die Entwicklung von Virtual Reality (VR) hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht und ist 2016 auf dem Mainstream-Markt angekommen.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen die VR-Brillen f
ührender Technologieunternehmen. Die futuristisch anmutenden Modelle von Samsung, Oculus oder HTC erzeugen mit Hilfe eines Displays (bei einigen wird das eigene Smartphone als Display verwendet) und spezieller Linsen dreidimensionale Rundumsichten in Computerspielen oder Filmen, die zuvor mit einer 360°-Kamera aufgenommen wurden. Richtig realistisch wird der VR-Effekt aber vor allem durch Head-Tracking-Sensoren an der Brille, die Kopfbewegungen direkt auf die Blickrichtung des Nutzers übertragen.

"Das totale Abtauchen in fremde, digitale Welten ist zur erschwinglichen Realität geworden."

FOLGEN UNBEKANNT

Ob der Blick in virtuelle Welten die Augen oder sogar das Hirn sch
ädigt, ist jedoch weitgehend unbekannt, da hierzu noch keinerlei Studien vorliegen. Augenarzt Dr. Christian Kandzia von der Universität Kiel bestätigt im Interview mit Spiegel Online jedoch, dass angesichts des Aufbaus der Brillen zumindest Vermutungen angestellt werden können. So sei es durchaus möglich, dass man nach längerem Tragen einer VR-Brille unscharf oder gar doppelt sehe. Auch die Hersteller warnen in ihren Bedienungsanleitungen vor Problemen mit den Augen – etwa vor Augenzucken, -ermüdung oder -schmerzen, aber auch Übelkeit und Koordinationsschwierigkeiten. Geraten wird darum, alle 30 Minuten eine Pause von 15 Minuten einzulegen und sich nach einer VR-Sitzung nicht sofort ans Steuer zu setzen oder Maschinen zu bedienen. Ob die virtuellen Spaziergänge aber langfristige Konsequenzen für die Augen haben, bleibt unklar.

SCHARFE BILDER - AUCH FÜR FEHLSICHTIGE

Auch f
ür Brillenträger bieten die Hersteller Lösungsansätze: Oculus experimentiert mit drei verschiedenen Linsenpaaren. Ausserdem ist das Display der Oculus Rift individuell verstellbar, so dass man unter der VR-Brille eine Korrekturbrille anbehalten kann. Auch die Modelle von HTC und Playstation sind so konstruiert, dass Brillenträger ihre Sehhilfe bequem darunter tragen können. Bei einigen Modellen lassen sich sogar korrigierende Linsen in die VR-Brille einsetzen – jedoch nicht so zuverlässig wie bei einer normalen Korrekturbrille.

VORREITER MILITÄR

Bleibt die Frage, ob sich die virtuelle Realit
ät nun durchsetzen wird – seit den 90er-Jahren kamen immer wieder Brillen für den privaten Gebrauch auf den Markt, scheiterten aber allesamt. Diesmal gibt es jedoch Anzeichen für einen nahenden Erfolg: Das Militär etwa setzt beim Flugtraining oder zur Steuerung von Drohnen schon lange erfolgreich auf VR.

VIERECHIGE AUGEN

Sie sitzen den ganzen Tag vor dem Bildschirm und leiden unter Augenbeschwerden? Wir stellen Ihnen in unseren Stores gerne Arbeitsbrillen mit speziellen Filtern, Pflegeprodukte oder Entspannungs
übungen vor.

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